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Musik

PerlensauMein aktuelles Album Perlensau ist nach dem gleichnamigen Gedichtband von Leander Sukov benannt.

Das Album ist die Quintessenz der langen Zusammenarbeit mit dem Autoren – eine Sammlung der Werke, die in einem Zeitraum von fünf Jahren entstanden sind. Auch zwei Vertonungen von Gedichten anderer Autoren, unter anderem des Kölner Grafikers vladi, der den fulminanten Text zu Diese eine Nacht beisteuerte, sind auf dem Album enthalten.

So wie fast fünf Jahre vorher die Asphyxia EP, habe ich die Perlensau im Berliner Audiocue Tonlabor aufgenommen; ich konnte also wieder einmal an den grandiosen Steinway-Flügel zurückkehren und mich daran austoben. Vier der Stücke des Albums sind in anderen Versionen auch auf der Herbstlaub EP enthalten. Aber da ich die Perlensau unabhängig von einem Label vertreiben wollte, habe ich neue Versionen aufgenommen, die mich selbst noch mehr als die EP-Versionen überzeugen.

"Wo kann man die Perlensau denn hören?", werde ich oft gefragt – als Mitglied der GEMA wäre es leider zu kostspielig, auf meiner Homepage Werke zum Anhören bereitzustellen. Doch zum Glück gibt es das Web 2.0: Ihr könnt das gesamte Album auf Facebook hören – klickt einfach meinen Namen in der Like Box, und Ihr werdet direkt zur Albumhörkostprobe weitergeleitet.

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HerbstlaubEs war Hochsommer – 37° – und ich nahm die Herbstlaub EP auf.

Im Juli 2007 führte der Weg mich und mein Stage Piano zur Aufnahme direkt in das Wohnzimmer des Toningenieurs Holger Wisniewski. In diesem kabelumwundenen Gefilde saß ich schwitzend und reichlich verkatert und spielte und sang ins Mikrofon. Ich nahm vier frisch geschriebene Tracks auf, und Holger steuerte noch einen Remix seines Lieblingsliedes, den Märchenprinz 8 mm Remix bei, der auch mich begeisterte.

Totentanz ist das erste Stück, das in Zusammenarbeit mit dem Autoren Leander Sukov entstanden ist.

Außerdem war's eine Feuerprobe, denn Leander war damals – vor etwa sechs Jahren – noch felsenfest überzeugt, seine Gedichte könne man nicht vertonen. Mit diesem "man" konnte ich mich aber ohnehin nie besonders gut identifizieren und so freut es mich besonders, dass er heute anderer Meinung ist.

 

Über Asphyxia zu schreiben heißt über die Vergangenheit zu schreiben.

Im Oktober 2004 befand ich mich zu Aufnahmen meines damaligen Projekts Der Zirkel zum ersten mal im Berliner Audiocue Tonlabor. Im Zuge der Aufnahmen beschloss ich, dort auch eine EP mit einigen meiner Stücke zu produzieren, die – abgesehen von dem Opener The Piano Player – ab Mitte der Neunziger Jahre in meiner alten Heimat Kassel entstanden waren. So wurden die Aufnahmen zu einem Rückblick auf das, vor dem ich einige Jahre zuvor nach Berlin geflohen war. Vor allem die Aufnahmen von Waiting for the Night waren schwer für mich, und es flossen einige Tränen dabei, denn das Stück ist meinen verstorbenen Pflegeeltern gewidmet.

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