Obszön! - Lesung & Konzert
Obszönitäten begegnen und begleiten uns jeden Tag – im Fernsehen, in der Zeitung, auf der Straße. Obszöne Managergehälter und andere Ungerechtigkeiten sind allgegenwärtig, obszöne Kriege forden ihre Opfer und von allüberall werden wir mit obszönen Gesten zum Konsumieren gelockt. Und dann ist da noch all das schöne Obszöne, von dem nicht nur SMer und andere Hedonisten ein Loblied singen können.
Von diesen und anderen Dingen handeln auch die Geschichten und Gedichte Leander Sukovs, die wir an diesem Abend performen werden. Ergänzt wird das Programm durch die wundervoll skurrilen Kurzgeschichten der Jungautorin Barbara Gresslehner und anderen KünstlerInnen aus dem Kulturmaschinen Verlag, vorgetragen von Julietta Barrientos und Leander Sukov.
Auch Sascha Merschs Musik widmet sich mit Überzeugung dem Abgründigen, dem Düstren und dem Obszönen. Sascha Mersch spielt und singt unvergleichlich intensiv, zwischen Post Punk, Goth und Avantgarde. Reduziert auf Klavier und Stimme entsteht so eine atmosphärische Dichte, die keinen Platz lässt für pompöse Arrangements oder seichte „Crowd Pleaser“.
theARTer Galerie • Hagenstr. 56 • 10365 Berlin • Freitag, 16.04.2010 • Einlass: 20:00 Uhr • Eintritt: 5,- Euro
Totentanz - Free Download
Totentanz ist das erste Stück, das in Zusammenarbeit mit dem Berliner Autoren Leander Sukov entstanden ist. Außerdem war's eine Feuerprobe, denn Leander war damals - vor etwa fünf Jahren - noch felsenfest überzeugt, seine Gedichte könne man nicht vertonen. Mit diesem "man" konnte ich mich aber ohnehin nie besonders gut identifizieren und so freut es mich besonders, dass er heute anderer Meinung ist.
Auf meiner aktuellen CD "Perlensau" ist das Stück nicht enthalten, aber weil ich es oft live spiele und so viele von Euch danach fragen, gibt es das Lied jetzt als kostenloses MP3 bei last.fm. Dort könnt Ihr übrigens auch alle anderen Stücke gratis hören. Ich wünsche viel Spaß beim Hören - nicht nur den Lyckantropen, die den Roten Mond besingen, und auch nicht nur den Geheimnisfrauen mit Haaren aus Nacht.
Review - Von Perlen und Säuen
Piano, Stimme, vertonte Gedichte: Die drei Säulen, auf die Merschs Musik sich stützt, tragen mühelos ein ganzes Schloss voller verborgener Schätze, dunkler Winkel, Abgründe und Prunk. Jenseits von verklärter Romantik und allegorischem Kitsch tut sich so eine neue Welt auf, die den Zuhörer ganz in ihren Bann zieht – oder ihm einen Schrecken in die Glieder jagt. Sascha Mersch ist das egal, er singt, schlägt das Piano, als gäb’s kein morgen, und liefert eine Show ab, die nicht nur durch ihre Ehrlichkeit überzeugt, sondern auch durch eigenwilliges und avantgardistisches Songwriting. Eine Klammer um seine eigenen Kompositionen bilden am 27. November zwei Coverversionen: Als Einstieg gibt es „Please Please Please Let Me Get What I Want“ von den unvergleichlichen Smiths, und zuletzt wagt er sich an David Bowies „Five Years“. Was für ein Set!
Aus einen Review über das Konzert mit Schneewittchen. Das ganze ausführliche Review gibt es auf rockzoom.de



